Finnkota, Grillhütte oder Blockhütte im Garten

Finnkota PavillonSechseckige oder achteckige Kotas [das sind finnische Hütten, Finnkotas] werden vorzugsweise als Grillhütten genutzt, da sich oben im Dach mittig ein Rauchabzug befindet. Im Prinzip ist die Kota, die einfache Zelt-Hütte der Lappen, in ihrer Urform ein Zelt, ganz ähnlich wie wir es von den Tipis der nordamerikanischen Ureinwohner her kennen.

Die originalen Finn-Kotas werden aus robuster arktischer Rotkiefer hergestellt und sind solide Gartenhäuser. Der Vorteil so einer naturromantischen Grill-Hütte ist vor allem der, dass man mit ihr die Grillsaison bis in den Winter hinein verlängern kann. Damit wird der Hausgarten über das ganze Jahr hin nutzbar. Auch kann man sich an langen Sommerabenden in die Kota zurückziehen, wenn in der Nacht die Gespräche auf der Terrasse den Nachbarn stören.

Finnkotas können auch zur Gartensauna umgebaut werden. Die dritte Möglichkeit ist der Einbau eines Outdoor-Whirlpools. Dann bekommt die nordische Hütte den Charakter eines Badehauses, das wie die Grillhütte auch im Winter genutzt werden kann. Natürlich kann die Finnkota auch nur als Laube genutzt werden und im Sommer schon mal zur Übernachtung von Gästen oder Enkelkindern dienen.

Herstellerinfos:

Egal, ob man so eine Finnkota nun als Grillhütte, als Sauna oder als Badehaus mit eingebautem Whirlpool nutzt – man hat immer ein schönes Blickziel im Garten. Doch man kann so ein Gartenhaus auch gezielt als Sichtschutz einsetzen. Manchmal ist die Umgebung am Haus nicht besonders schön. Es kann der Garten noch so schön gestaltet sein, wenn man etwa auf irgendwelche Industriebrachen schauen muss, dann ist das ärgerlich.

Man kann mit Sichtschutzelementen oder Gartenbauten wie z.B. einer solchen Finn-Kota den schlechten Ausblick verdecken. Dadurch schafft man zusätzlich ein auffälliges Blickziel, welches das Auge lenkt. Man sollte auch an die trüben Herbst- und Wintertage denken, wo im Garten kaum irgendwelche Akzente die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. So eine nordische Hütte ist immer eine Besonderheit in Sachen Gartengestaltung. Sie kann dem Garten eine optische Mitte geben. Mein Tipp: in der dunklen Jahreszeit zusätzlich mit Licht gestalten.


Finnkotas passen besonders gut in Naturgärten, Wald- oder Heidegärten, also in natürlich gestaltete Anlagen mit Teich oder Schwimmteich. Ein Garten mit weiten Rasenflächen bietet ebenfalls einen idealen Platz für eine Grillhütte. Hat man hingegen nur wenig Platz, passen zu solch einer Finnhütte halbhohe Ziergräser, Krüppelkiefern oder Birken Vor allem Birken passen in solche nordischen Gärten unbedingt hinein. Dabei sollte man aber kleinwüchsige Arten verwenden wie etwa die Betula utilis jaquemontii, die Himalajabirke.

Heidegärten, haben etwas von weiten, einsamen Landschaften. Den letzten Schliff würde in so einer Umgebung natürlich eine schlichte Holzhütte oder eine Finnkota geben. Wirklich interessant wird ein Gartenbild erst durch schlichte Bauten, die auf die Anwesenheit des Menschen deuten. Überhaupt ist im Garten die Darstellung des Themas „Der Mensch in der Natur“ das gestalterische Spannungsfeld, was eine gute Gestaltung ausmacht. Um nur Natur darzustellen braucht es logischerweise keine Kultivierung; denn Natur schafft sich selber. Die bloße Nachahmung von Natürlichkeit ist dilettantisch und erzeugt bei der Betrachtung eher Langeweile. Ähnlich ist das mit dem anderen Extrem, dem Architekturgarten. Zu viel an Einengung der Pflanzen hebt gestalterische Spannungen auf. Dagegen bringt der Kontrast von strenger Architektur und wilder Natur Lebendigkeit in den Garten am Haus.