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Bambus als Pflanze wirkt leicht und transparent und er hat tatsächlich etwas von
jener hier viel ersehnten fernöstlichen Gelassenheit. Wichtig ist nur,
der Struktur des Bambus architektonische Elemente als Kontrast
entgegenzusetzen. Oben mit den Bildbeispielen ist das recht gut zu
belegen. Menschenwerk und Natur verschmelzen dann in einem kleinen
Bambushain zu perfektionistisch gestalteter Harmonie. ...
Kontrastwirkungen machen einen Garten interessant. Hart und weich,
Heiterkeit und Melancholie, Natur und Architektur, oder Ruhe und
Bewegung. Das sind Gegensatzpaare, welche in eine Gartengestaltung
einfließen können. Ohne derartige Gegenpole wirkt ein Garten langweilig.
Mit Bambus ist der Gartengestalter leicht in der Lage den Gegensatz von
horizontal und vertikal darstellen.
Man kann etwa einen ruhenden Wasserspiegel als ebene und spiegelnde
Fläche dem Bambus entgegenstellen und bringt damit optische Spannungen
zwischen den waagerechten und senkrechten Linien im Gartenbild. Das
Besondere dieser Formwirkung [auch des rechten Winkels] ist die, dass
solch eine Komposition im Garten immer eine gewisse Ruhe und
Gelassenheit ausstrahlt, die mit andern Mitteln nur schwer zu erreichen
ist.
Bild oben: Bronzeplastik von Fritz Klimsch
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