Fernöstliche Gartengestaltung mit Bambus

Gartenteich mit BambusBambus ist ein Gras. Mit seinem Habitus betont es vor allem die senkrechten Linien im Garten – zudem wirkt Bambus transparent und heiter. Auf der einen Seite suggeriert eine Bambusbepflanzung einen Hauch von tropischer Üppigkeit. Doch ein Bambusgarten hat nie das Flair von jenen wuchtigen tropischen Pflanzen, die man hier aus den Tropenhäusern kennt. Bambus wirkt unaufdringlich schön.

Bambus als Pflanze wirkt leicht und transparent und er hat tatsächlich etwas von jener hier viel ersehnten fernöstlichen Gelassenheit. Wichtig ist nur, der Struktur des Bambus architektonische Elemente als Kontrast entgegenzusetzen. Oben mit den Bildbeispielen ist das recht gut zu belegen. Menschenwerk und Natur verschmelzen dann in einem kleinen Bambushain zu perfektionistisch gestalteter Harmonie.

Kontrastwirkungen machen einen Garten interessant. Hart und weich, Heiterkeit und Melancholie, Natur und Architektur, oder Ruhe und Bewegung. Das sind Gegensatzpaare, welche in eine Gartengestaltung einfließen können. Ohne derartige Gegenpole wirkt ein Garten langweilig.

Mit Bambus ist der Gartengestalter leicht in der Lage den Gegensatz von horizontal und vertikal darstellen. Man kann etwa einen ruhenden Wasserspiegel als ebene und spiegelnde Fläche dem Bambus entgegenstellen und bringt damit optische Spannungen zwischen den waagerechten und senkrechten Linien im Gartenbild. Das Besondere dieser Formwirkung [auch des rechten Winkels] ist die, dass solch eine Komposition im Garten immer eine gewisse Ruhe und Gelassenheit ausstrahlt, die mit andern Mitteln nur schwer zu erreichen ist.